Beispiele für Innovationen – Fallstudien
Fallstudie TOMA
Fallstudie IGTT
Fallstudie TOMA – Herstellung von Eiweißprodukten mit geringem Aschegehalt, Programm Innovationen
Motive zur Realisierung des Projekts
Bei der Entwicklung neuer technologischer Verfahren kooperierte die TOMA, a.s. mit einem externen Fachmann für diese Problematik und mit der Technologischen Fakultät der Thomas-Bata-Universität Zlín. Die Forschungs- und Entwicklungsphase wurde mit Teilbetriebsprüfungen des neuen technologischen Verfahrens abgeschlossen, auf deren Grundlage das Unternehmen die Innovation des Verfahrens in seinem Antrag auf Fördermittel begründete. Die technologischen Verfahren sind mit Nutzungsrechten beim Amt für industrielles Eigentum geschützt.
Das Projekt knüpft an die Tradition des Gewerbegebietes an, dessen Bestandteil eine große Gerbereiproduktion einschließlich des Entsorgungsprozesses für die Gerbereiabfälle war. Durch Ausnutzung dieser Kenntnisse, deren Erweiterung und vor allem Vervollkommnung sowie durch die gesamte Innovation des Prozesses der Abfallbeseitigung wurde eine Technologie zur Verarbeitung biologisch abbaubarer Abfallprodukte entwickelt und projektiert. Der am besten geeignete Rohstoff sind Abfälle von Kaninchenhäuten; aber auch andere Abfälle tierischen Ursprungs, z. B. Knochen, Häute, Eiweißmahlgut usw., lassen sich gut verarbeiten. Die Endrohstoffe sind Eiweißkonzentrate, Fette und Knochenmehl, die sich durch einen niedrigen Aschegehalt auszeichnen. Diese Produkte können vor allem in der Agrochemie- und Kosmetikindustrie eingesetzt werden.
Verlauf der Umsetzung
Im Rahmen der Realisierungsphase des Projekts wurden verschiedene Anlagen gekauft, wie beispielsweise Trockner, Mahlwerke, Verdampfanlagen und weitere Komponenten, die für die Zusammenstellung der neuen Technologie notwendig waren. Diese Technologie hat spezifische Produktionsparameter und ist das alleinige geistige Eigentum der TOMA, a.s. Speziell für diese Umsetzungsphase des Projekts wurden dem Unternehmen Fördermittel aus dem Operationsprogramm Industrie und Unternehmen (OOPP), namentlich dem Programm Innovationen, gewährt. An der Vorbereitung und Durchführung des Projekts waren etwa 10 Mitarbeiter der TOMA, a.s. beteiligt. Es handelte sich hierbei um Beschäftigte sowohl des Topmanagements und des mittleren Managements, als auch um ganz normale Mitarbeiter. Mit der Umsetzung des Projekts wurde im Dezember 2004 begonnen und der Abschluss war für August 2007 geplant. Im Oktober 2006 wurde der Probebetrieb der Technologie aufgenommen. Gegenwärtig sind die maximalen Betriebskapazitäten erreicht und alles läuft genau nach Plan. Die Projektziele in Gestalt von Eiweißprodukten aus Abfallmaterialien werden in Übereinstimmung mit den geplanten Projektwerten und dem entsprechenden Zeitplan erfüllt.
Beitrag des Projekts
TOMA, a.s. nutzte eine Marktlücke in Bezug auf biologisch abbaubare Abfälle und hat sich damit um einen verbesserten Umweltschutz verdient gemacht. Außerdem sind neue Arbeitsplätze entstanden. Der Beitrag für das Unternehmen besteht vor allem in einer nunmehr breiteren Skala der angebotenen Leistungen und einer Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit der Firma am Markt.
Fallstudie IGTT – Innovation von Dienstleistungen im Bereich der Prüfung von übergroßen Reifen, Programm Innovationen
Motive zur Realisierung des Projekts
Die IGTT, a.s. befasst sich mit der Herstellung von Formen für die Reifenproduktion, führt Laborprüfungen durch und homologiert Reifen. Im Bereich Prüfwesen von Reifen arbeiten wir mit dem wichtigsten Kunden in der Tschechischen Republik zusammen, der sein Sortiment um die Produktion von großen Offroadreifen (z. B. für Traktoren und Baumaschinen) mit einem Durchmesser von über 2.000 mm und einer Breite von bis zu 1.000 mm erweitert hatte. Die bestehende Ausstattung unserer Prüfstelle war nicht für derartige Prüfungen ausgelegt, und zwar sowohl methodisch als auch geräteseitig nicht. Die Prüfung dieser übergroßen Reifen konnte jedoch auch von keiner anderen zugelassenen Prüfanstalt in Mitteleuropa durchgeführt werden. Diese Marktlücke brachte uns auf die Idee, ein eigenes Projekt zu starten – Laborprüfungen von übergroßen Reifen durch unsere Prüfstelle in Zlín. Der Prozess der Projektvorbereitung bestand von Seiten der IGTT, a.s. aus zwei wesentlichen Zielen: Ausarbeitung eines Konstruktionsentwurfs der eigentlichen Prüfmaschine für übergroße Reifen, Ausarbeitung der Prüfverfahren und der entsprechenden Softwareausstattung
Verlauf der Umsetzung
Die Bedingungen der Ausschreibung zur Lieferung der Maschine waren sehr streng. Es handelte sich um eine anspruchsvolle Maschinenkonstruktion im Hinblick auf die Maße, das Gewicht und die Belastungskraft der zu prüfenden übergroßen Reifen unter Einhaltung einer äußerst geringen Lieferfrist. Unsere Kenntnisse der Problematik und unsere Erfahrungen bei der Entwicklung der Methodiken in ähnlich gelagerten Bereichen waren die Bedingung für die erfolgreiche Entwicklung der Innovationstechnologie für den bislang nicht bearbeiteten Bereich der übergroßen Reifen. Seit dem erfolgreichen Einbau und der Inbetriebnahme der Maschine, was direkt in der Reifenprüfhalle in Zlín erfolgte, wird die Maschine schon viele Monate lang im Dauerbetrieb genutzt.
Beitrag des Projekts
Die Realisierung des Projekts stellte einen erheblichen Zugewinn für unser Unternehmen dar, und zwar nicht nur im ökonomischen Bereich, wenngleich das Projekt eine Erhöhung der Erträge um 31% gebracht hat, ebenso einen besseren Cashflow sowie zusätzliche Ressourcen für die Finanzierung und die Erneuerung des Maschinenparks. Ein weiterer, finanziell nicht messbarer Beitrag besteht in der Tatsache, dass unsere Prüfanstalt die einzige in Mitteleuropa geworden ist, die in der Lage ist, übergroße Reifen zu prüfen (Quelle: Czechinvest).